Austria scheitert an Braga – und nimmt dennoch Rückenwind mit

Die Wiener Austria hat den Sprung in die Ligaphase der Conference League verpasst. Das 0:0 im Rückspiel gegen Sporting Braga reichte nach dem 0:2 in Portugal nicht – dennoch zeigte der Auftritt, worauf die Veilchen in den kommenden Wochen aufbauen können.

Starker Beginn, aber kein Tor

Die Ausgangslage war klar: Austria Wien musste vor 9.702 Zuschauern im Franz-Horr-Stadion einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen. Die Mannschaft von Stephan Helm nahm die Aufgabe mutig an und spielte vor allem vor der Pause engagiert nach vorne. Der entscheidende Treffer, der das Duell noch einmal hätte öffnen können, fiel jedoch nicht.

Auch im Rückspiel blieb die Austria damit ohne Tor gegen den portugiesischen Spitzenclub. Braga verteidigte den Vorsprung aus dem Hinspiel kontrolliert und zog mit einem Gesamtergebnis von 2:0 in die Ligaphase ein. Für die Wiener endete die europäische Saison nach sechs Qualifikationsspielen.

Erfahrung für eine junge Mannschaft

Trotz des Ausscheidens fällt die sportliche Bilanz nicht ausschließlich negativ aus. Gegen Liepaja, Beitar Jerusalem und schließlich Braga sammelte der Kader internationale Erfahrung. Mehrere Spieler erhielten Einsatzzeit, während die Gegner von Runde zu Runde stärker wurden. Trainer Helm hob nach dem Spiel besonders die Entwicklung der Mannschaft und ihre körperliche Verfassung hervor.

Der Auftritt gegen Braga zeigte zugleich die nächste Baustelle: Gute Phasen müssen über 90 Minuten getragen und Chancen konsequenter genutzt werden. Kapitän Manfred Fischer ordnete die erste Hälfte als eine der besten Ballbesitzphasen seiner Mannschaft unter Helm ein. Ohne Treffer blieb die gute Leistung allerdings ohne zählbaren Lohn.

Jetzt zählen Bundesliga und Cup

Nach dem Europacup-Aus richtet sich der volle Fokus auf die nationalen Bewerbe. Bereits am Sonntag wartet auswärts der FC Salzburg, danach folgen das Bundesliga-Heimspiel gegen die WSG Tirol und die zweite Runde im ÖFB-Cup in Traiskirchen. Die Belastung bleibt also hoch – zugleich hat die Austria nun Klarheit für den weiteren Saisonverlauf.

Quellen: ORF Sport, UEFA