Tolle Erfolge im Rodeln und im Skifliegen

Dieses Wochenende gab es wieder tolle Erfolge für Österreichs Sportler und Sportlerinnen. Spätestens seit dem Schneefall am Freitag war wohl allen wieder bewusst, dass es noch immer Winter ist. Auch der Wintersport ist noch im vollen Gange. Wobei der Rodelweltcup bereits in die Endphase abgebogen ist. Zudem war an diesem Wochenende wieder Weitenjagd angesagt. Die Skispringer gastierten in Oberstdorf an der Heini Klopfer Skiflugschanze. Diese zwei Events haben wir von Michaels Sportecke uns für den Artikel der Woche herausgepickt.

Steu/Kindl stehen vor der Krönung

Sigulda, Lettlands Rodelmekka, war erneut Schauplatz atemberaubender Rennaction, als sich die besten Rodelathleten der Welt auf der anspruchsvollen Bahn messen. Die Rodelbahn in Sigulda gilt als eine der technisch anspruchsvollsten Strecken im Rodelsport. Mit schnellen Kurven, steilen Abfahrten und technischen Passagen verlangt sie den Athleten alles ab.  Für den österreichischen Doppelsitzer Steu/Kindl ging es darum ihre Saison mit dem Weltcupgesamt zu krönen.

Wie Phönix aus der Asche

Der Name Kindl stand und steht seit Jahren im Rodelsport für Qualität. Thomas Steu startete gemeinsam mit Lorenz Koller im Doppelsitzer seine Karriere. Das Duo feierte ebenfalls beachtliche Erfolge. Im Sommer allerdings beendete Lorenz Koller seine aktive Karriere. Thomas Steu suchte einen neuen Doppelsitzpartner. Und fand ihn mit Wolfgang Kindl. Gemeinsam gingen sie in ihre Premierensaison. Und die Premiere war von Beginn an mit Erfolg gekrönt.

Von Beginn an setzten sie sich an die Spitze der Weltcupwertung im Doppelsitzer. In Igls konnten sie sich auf der Heimbahn zum Europameister küren. Bei der Weltmeisterschaft in Altenberg holten sie die Silbermedaille. Gold ging an die Teamkollegen Juri Gatt/Riccardo Schöpf. Als Führende im Gesamtweltcup reisten sie nach Sigulda. In Lettland wird an zwei Wochenenden der Weltcup 2023/24 abgeschlossen. Dieses und nächstes Wochenende. Schon am Samstag bei Teil eins von Sigulda konnten Kindl/Steu einen wichtigen Schritt Richtung Gesamtsieg machen. Sie wurden in der Einzelkonkurrenz dritter. Beim Sprint am Sonntag folgte dann Platz fünf.  Somit nehmen sie 96 Punkte mit in die Entscheidung am nächsten Wochenende. Der Weltcupgesamtsieg ist zum Greifen nah. Apropos Weltcupgesamtsieg: Selina Egle und Lara Michaela Kipp holten sich im Damendoppelsitzer die kleine Kugel im Sprintweltcup.

Spektakuläre Bilder aus Oberstdorf

Das idyllische Oberstdorf wurde am vergangenen Wochenende zum Mittelpunkt der Skisprungwelt, als sich die besten Athleten beim Skifliegen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze versammelten. Es standen zwei Einzelbewerbe und eine Premiere auf dem Programm.

Die Heini-Klopfer Schanze

Das Skifliegen in Oberstdorf hat bereits Tradition. Es ist der drittgrößte Bakken, der derzeit beflogen wird. Die Hillsize liegt bei 235 Meter. Der Schanzenrekord liegt bei 242, 5 Meter. Die erste Skisprungschanze an diesem Ort wurde im Winter 1949/50 errichtet. Es war eine Holzkonstruktion nach einem Entwurf von Heini Klopfer. Der Architekt Klopfer selbst führte am 02. Feber 1950 auch den ersten Sprung auf dieser Schanze durch. Er kam auf 90 Meter.  Für die Skiflug Weltmeisterschaft 1973 musste die Holzanlage aus Sicherheitsgründen niedergerissen werden. Der heutige Anlaufturm entstand. Zu dieser Zeit war Klopfer bereits fünf Jahre tot. Doch in Erinnerung an den Pionier bekam die Anlage seinen Namen. Im Laufe der Jahre wurde die Anlage immer wieder umgebaut und modernisiert.

Zum Sportlichen

Im Laufe der Zeit wurde der Schanzenrekord permanent nach oben geschraubt. Zu Beginn dabei war ein neuer Schanzenrekord in Oberstdorf auch zugleich neuer Weltrekord. Ein ganz besonderes Ereignis erlebten die Fans am 07. März 1976. Es gab einen neuen Weltrekord. Der Flieger, der diesen Rekord aufstellte, war Anton Innauer aus Österreich. Innauer flog dabei nicht nur zu einem neuen Weltrekord, sondern bekam als erster Skispringer überhaupt fünf Mal die Note 20.0. 

Sechs Mal war Oberstdorf Schauplatz einer Skiflugweltmeisterschaft. Zuletzt war dies im Jänner 2018 der Fall. Damals war die WM fest in norwegischer Hand. Daniel Andre Tande wurde Einzelflugweltmeister, das Team aus dem Mutterland des Skispringens sicherte sich den Teambewerb. Bei der WM 2008 an diesem Schauplatz war Österreich das Maß der Dinge. Es gab einen Doppelsieg im Einzel durch Gregor Schlierenzauer und Martin Koch. Auch der Teambewerb ging an rot-weiß-rot. 2026 findet die nächste Skiflugweltmeisterschaft statt. Zum siebten Mal wird im Allgäu in Oberstdorf um Medaillen geflogen. Den aktuellen Schanzenrekord von 242,5 Meter hält der Slowene Domen Prevc.

Slowenen im Anflug

Apropos Slowenien: Wenn es auf Skiflugschanzen geht, ist mit den slowenischen Athleten immer zu rechnen. Und vor allem mit Timi Zajc. Sobald es an den großen Schanzen der Welt zur Sache geht, ist er immer vorne mit dabei. Dies war schon bei der heurigen Skiflugweltmeisterschaft am Kulm der Fall. Bis zum Schluss lieferte er sich ein packendes Duell mit Stefan Kraft. Am Kulm war es am Ende die Bronzemedaille für den Slowenen. Auch beim Fliegen in Oberstdorf geht das Duell Österreich Slowenien weiter.

Am Freitag gab es eine Premiere in Oberstdorf. Zum ersten Mal fand ein Super Team Bewerb auf einer Flugschanze statt. Dabei treten pro Nation zwei Athleten an. Normalerweise gibt es drei Durchgänge, in diesem Fall gab es zwei. Der Premierensieg ging an Slowenien. Timi Zajc und Domen Prevc ließen der Konkurrenz keine Chance. Österreich, vertreten durch Stefan Kraft und Michael Hayböck, wurde dritter. Den dritten Platz holte sich Stefan Kraft auch am Samstag, wo das erste Einzelspringen auf dem Programm stand. Der Sieger am Samstag? Timi Zajc! Es war sein vierter Weltcupsieg. Alle vier holte sich der Slowene bei Flugbewerben. Drei seiner Siege feierte Zajc in Oberstdorf auf der Heini-Klopfer-Schanze. Er gewann vor Peter Prevc ebenfalls aus Slowenien. Michael Hayböck wurde vierter.

Am Sonntag ging das Duell zwischen Slowenien und Österreich weiter. Doch dieses Mal lautete der Sieger Stefan Kraft. Kraft feierte seinen 40. Weltcupsieg. Nun liegen nur noch Matti Nykänen und Gregor Schlierenzauer bei der Anzahl der Siege vor dem Salzburger. Der Finne Nykänen holte 46 Siege, Schlierenzauer 53. Es war sein 113. Podestplatz in einem Einzelbewerb. In dieser Wertung liegt Kraft an der Spitze. Die Österreicher waren mannschaftlich sehr stark. Zweiter hinter Kraft der Slowene Peter Prevc, der seine Karriere nach der Saison beenden wird. Dritter wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi.  

Somit schließt sich der Kreis für heute. Ich hoffe der Ausflug ins Kunstbahnrodeln und Skifliegen hat dir gefallen. Und wie immer gilt das Schlusswort: Apropos Ausflug: Vielleicht nutzt du die Chance und unternimmst etwas an der frischen Luft. Oder du genießt das Sportprogramm vor Ort oder im Fernsehen. Egal für was du dich entscheidest, ich möchte den Augenblick auch nutzen, um folgendes zu sagen:  Viel Spaß mit deinem Sportprogramm in dieser Woche, egal, ob aktiv oder passiv wünscht dir, lieber Leser, dein Schreiberheiler Michael.

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